Künstler

12. Festival MitAfrika 2016

In unserer alphabetischen Künstlerliste finden Sie Informationen über die diesjährigen Künstlerinnen und Künstler des MitAfrika Festivals am Schokoladenmuseum am Kölner Rheinufer:

Aline Frazão (Angola, Portugal) – Aziz Kuyateh (Gambia) – CHEIKH LO (Burkina Faso) – DELE SOSIMI (Nigeria, England) – DJELI KOUYATÉ (Guinea) – GREED (Deutschland) – LOCAL AMBASSADORS (Deutschland) – MAMA AFRIKA (Elfenbeinküste, Guinea, Kongo, Senegal) – MOH! KOUYATÉ (Guinea, Frankreich) – RÉGIS GIZAVO (Madagaskar) – Siriki Coulibaly (Burkina Faso)

ALINE FRAZÃO (Angola, Portugal)

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Egal, welche Sprache sie singt. Ihre Lieder hallen nach und gehen tief. So begeisterte sich die Presse über die junge Sängerin und Songwriterin Aline Frazão aus Angola, die heute in Portugal lebt. Furore machte sie insbesondere mit ihrem dritten Album „Insular“, einem Werk voller melancholischer Schönheit, das in der portugiesisch sprachigen Welt bislang einmalig sein dürfte. „Die wunderbare und zugleich aufregende Erzählung von einer Frau aus den Tropen, die in der Isolation des Nordatlantiks das ideale melancholische Setting für ihre poetischen Klanggemälde fand.“ Voller Emotion und Energie.

Link: http://www.deutschlandradiokultur.de/aline-frazao-insular-die-inselschoenheit-nuetzt-nichts-wenn.2177.de.html?dram:article_id=352003

AZIZ KUYATEH (Gambia)

Meister der Kora. Aziz setzt die lange Tradition der westafrikanischen Griots fort, verbindet geradezu meisterhaft Ausdrucksmöglichkeiten der Kora mit Jazz, Pop und afrikanischer Kultur.

Link: www.azizkuyateh.com

CHEIKH LO (Senegal)

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Magier der Mbalax-Musik. Ausgezeichnet mit dem begehrten WOMEX 15 Artist Award für sein Lebenswerk kommt mit Cheikh Lo – Percussionist, Schlagzeuger und Sänger aus Burkina Faso – einer der ganz Großen der westafrikanischen Musikszene auf das diesjährige Festival. Lo verbindet in seiner Musik westafrikanische Traditionen mit kubanischen Klängen. Gefeiert für seine modulationsfähige weiche Stimme, mal heiser bebend, mal sehnsuchtsvoll schmachtend, mal leidenschaftlich, thematisiert Lo in seinen Texten die fragilen politischen Verhältnisse, kritisiert Machtmissbrauch, Korruption, beschwört Liebe und Frieden. Lo ist Anhänger des Baye-Fall-Zweigs seiner Mouridiyye-Bruderschaft – auffällige Erscheinungen in ihren farbenprächtigen Patchwork-Gewändern und mit ihren großen Gebetsketten – praktiziert selbst einen asketischen einfachen Volksislam.

Link: www1.wdr.de/radio/funkhauseuropa/musik/global-pop-lexikon/cheikh-loh-100.html

DELE SOSIMI (England, Nigeria)

Einer der aktivsten Musiker der Afrobeat-Szene weltweit. Seine Karriere startet Sosimi als Keyborder an der Seite von Fela Kuti („Egypt 80“), spielt lange auch mit dessen Sohn Femi zusammen („Positive Force“). Seine Afrobeat-Wurzeln sind lupenrein, seine Musik eine Mischung aus komplexen Funk-Grooves und Jazz, traditioneller nigerianischer Musik, afrikanischer Percussion und rhythmischem Gesang. Überzeugend verbindet der Nigerianer afrikanische Rhythmen auch mit westlichem Bigband-Sound. Sosimi war auf allen großen Weltmusik-Festivals vertreten: Montreux Jazz Festival, Joe Zawinuls Birdland (Wien), Ollin Kan Festival (Mexico City), Canada Afrobeat Summit (Calgary), Sensommer Int Musikkfestival (Oslo), um nur einige zu nennen. Heute lebt der gebürtige Nigerianer in London, hat eine eigene Afrobeat-Stiftung gegründet, lehrt Afrobeat u.a. als Gastdozent an der London Metropolitan University.

DJELI KOUYATÉ (Guinea)

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Kreuzt westafrikanische Sounds mit Rock, Funk und den Botschaften eines Griots. Bereits mit zwölf trat Djeli als Solist mehrerer Ensembles in Guinea mit seinem Balafon auf, später dann auch mit Daddi Cool, Momo Wandel Soumah, Les Étoiles de Boulbinet, Manu Dibango und seinem großen Bruder Seyni, Reggaestar aus Frankreich (Seyni & Yeliba). Mit der Gruppe Konkobá gab er europaweit Konzerte, begleitete Aicha Kouyaté, Maciré Sylla, Seyni & Yeliba, Saf Sap und andere. Djeli, ein Meister des Balafon, spielt Sologitarre und viele traditionelle afrikanische Instrumente, ist mittlerweile Frontsänger seiner eigenen Gruppe „BLACKback“.

Link: www.youtube.com/watch?v=CAV4_E_qPvY

GREED (Köln)

Mit der Gier nach dem Beat gegen die Gier der Gesellschaft.
Instrumentaler Roots Reggae, Dub, Rock, Hip Hop, Crossover aus Köln.
In Symbiose mit Gastmusikern schafft die Band GREED raumverändernde Klänge.

Drums: Mo
Guitar: Jules
Bass: Simon
Keys + Dubmix: Mud D

Link: www.g-r-e-e-d.de
Link: soundcloud.com/greed-cologne

LOCAL AMBASSADORS (Köln/Bonn)

Protagonisten der Köln-Bonner Szene. Roland Peil (Percussionist, u.a. bei „Die Fantastischen Vier“) & Co. spielen in den unterschiedlichsten regionalen und überregionalen Formationen. Darunter Abi Odun, Mitbegründer der Brother Keepers, Pionier der deutschen Reggae-, Afrobeat- und Soul-Bewegung. Albert N’sanda, eine der Neuentdeckungen des deutschen Soul und R’n’B, der trotz seines jungen Alters bereits unzählige Auftritte u.a. mit Montell Jordan, Panik Orchester oder Culcha Candela hatte. Und Melane Nkounkolo, die die afrikanischen Rhythmen und Klänge mit europäischen Musikelementen auf ihre eigene Art kombiniert. Hinter ihrem „Jazzy Afro-Pop“ verbergen sich Liebe, Leid, Schmerz und Leidenschaft. Die Songs – auf Englisch, Französisch, Deutsch und Lingala – erzählen Geschichten aus dem Leben der Musiker/innen. Die afrokaribischen Beats der Band mit Musikern aus Mazedonien, Albanien, Südafrika und Deutschland begeistern das Publikum.

MAMA AFRIKA (Elfenbeinküste, Guinea, Kongo, Senegal)

Ein Fest der Sinne. Eine Kaskade der Gefühle. Die Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen westafrikanischen Ländern erzählen, singen und tanzen Geschichten aus ihrem Leben, ihrer Kultur, ihrem Glauben. Ihre Musik ist absolut authentisch. Auf der Bühne werden Leben und Lebensfreude Afrikas lebendig: Der suggestive Klang der Trommeln, der aus tiefer Seele kommende Gesang, virtuoser Tanz und atemberaubende Akrobatik zeigen Afrika in seiner Vielfalt, Lebenskraft und Lebensfreude. Klang, Farbe, Bewegung. Der Zauber, die Faszination, die Emotionen weckende Fröhlichkeit der Künstlerinnen und Künstler aus Senegal, Ghana, Elfenbeinküste, Guinea und Kongo lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer teilhaben an der Kultur der Wiege der Menschheit – AFRIKA.

Link: www.mama-afrika.de

MOH! KOUYATÉ (Guinea, Frankreich)

Zwischen Afro-Pop, Funk, Blues, Afro-Beat und traditioneller Mandinka Musik. Der Sänger und Gitarrist Moh! Kouyaté aus Guinea lebt heute in Paris. Aufbauend auf heimatlichen Mandinka-Rhythmen hat er seinen ganz eigenen und beeindruckenden Musikstil entwickelt. Seine Songs, gesungen in Sousou, Mandingo Djahanké, Pular und Französisch, handeln von Beziehungen, dem Leben im Exil, von politischer und wirtschaftlicher Instabilität. Moh! überzeugt – mit energetischer Bühnenpräsenz, einer gefühlvollen Stimme und virtuosem Gitarrenspiel.

Link: www.youtube.com/watch?v=lkAxUc4FlME
Link: www.youtube.com/watch?v=4NpLprY1hXI

RÉGIS GIZAVO (Madagaskar)

Tief in der madagassischen Tradition verwurzelte Klänge. Die Idee, die traditionelle Musik der Madagassen mit Akkordeon zu mischen, ist nur auf den ersten Blick befremdlich. Das Akkordeon – oder „poorman Klavier“, wie es auf Französisch bekannt ist – brachten Seeleute im frühen 19. Jahrhundert auf die Insel. Régis entwickelte daraus seinen eigenen, einzigartigen Akkordeon-Spielstil. Bereits die erste Aufzeichnung im Radio bescherte ihm einen durchschlagenden Erfolg. Es folgten eine lange Zusammenarbeit mit I Muvrini, die Aufnahme von inzwischen fünf Alben und eine Welt-Tournee. Die Musik eines der „letzten Hüter der traditionellen Musik Madagaskars“ berührt und vereinigt. Akkordeon und Gesang gehorchen der Stimme des Herzens.

Link: www.youtube.com/watch?v=aa4qw3NTD2Y

SIRIKI COULIBALY (Burkina Faso)

Virtuose Klänge auf traditionellen Instrumenten. Siriki, Sohn einer alten Griot Familie in Bobo-Dioulasso (Burkina Faso/Westafrika) ist mit Musik groß geworden. Er überzeugt mit seinem virtuosen Können auf traditionellen Instrumenten wie der Djembe, dem Balafon und der Ngoni, der „Laute“ aus Mali.

Link: www.siriki-coulibaly.de